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MARKTTAGE
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12.09.18 06:10
bruddl-supp.de 

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MARKTTAGE

Bei uns in Esslingen gibt es in mittelalterlicher Stadtkulisse etliche Märkte zu bestaunen, vom zweimal wöchentlich stattfindenden Wochenmarkt über ein paar Floh- und Büchermärkte bis zum winterlichen Aushängeschild der Stadt, dem Mittelalter- und Weihnachtsmarkt, reicht die Palette.

Samstags und mittwochs werben die Wochenmarkt-Beschicker damit, „allerlei Frisches, Knackiges, Blumiges, Ausgefallenes und Leckeres anzubieten. Vom Feinschmecker bis zum Blumenfan wird jeder mit einem reichhaltigen Sortiment von Obst, Gemüse, Fleisch und Fischwaren, frischen Nudeln und Eiern, Milchprodukten und Backwaren bedient.“ Auf dem Wochenmarkt findest du alles, was dein Herz begehrt, außer Parkplätzen natürlich. Da stehen ja die Stände.

Es ist immer wieder eine Freude, durch die Menge zu schlendern und den ein oder andern Salatkopf oder gar ein paar „Geißhirtle“ zu ergattern. Es gibt jede Menge Obst- und Gemüsesorten, die du in jedem Supermarkt vergeblich suchst.

Laut einer uralten Legende soll „eines Tages der Teufel höchst persönlich beschlossen haben, Esslingen verkleidet und unerkannt einen Besuch abzustatten. Er kam durch das Tor an der Neckarhalde auf den Marktplatz, wo gerade Wochenmarkt war und wollte bei einer der Marktfrauen einen Apfel kaufen. Die Frau erkannte den Teufel jedoch trotz seiner Verkleidung am stechenden Schwefelgeruch und gab ihm listig statt eines Apfels eine Zwiebel, in die der Satan herzhaft hineinbiss. Dabei soll sich der Gehörnte so geekelt haben, dass er die Flucht ergriff und nie wieder in Esslingen gesehen wurde.“ Ich glaube allerdings eher, dass ihn die hohen Apfelpreise vertrieben haben.

Besonderes Flair bietet jedes Jahr ab Ende November vier Wochen lang der Esslinger Mittelalter- und Weihnachtsmarkt. Laut Werbung er Stadt bemächtigt sich „das mittelalterliche Marktvolk der Stadt. Gaukler, Marketender, Feuerschlucker, Märchenerzähler und Musikanten halten Einzug. Zinngießer, Zundermacher, Besenbinder und Glasbläser zelebrieren alte Handwerkskunst aus fernen Tagen. Über allem liegt der Geruch von Holzkohlenfeuer und exotischen Gewürzen, von Würzwein, von Gesottenem und Gebratenem. Mittelalter zum Fühlen und Anfassen, zum Schmecken, Riechen, zum Dabeisein und Mitmachen. Man kann im Zuber baden oder sich im Bogenschießen üben, mittelalterliche Tänze lernen oder freche Lieder singen.“ Nun gut, das mag übertrieben klingen, aber Tatsache ist, dass man sich bei der Dekoration der Marktstände sehr viel Mühe gibt, hier Historisches zu bewahren. Die umstehenden Fachwerkhäuser sorgen für ein prächtiges Gesamtbild. Das dürfte einer der eindrucksvollsten Weihnachtsmärkte weit und breit sein.

Wenn du jahrelang am Rand einer mittelalterlichen Stadt wohnst, hast du kaum mehr Augen für die touristischen Sehenswürdigkeiten. Du hast das alles schon x-mal gesehen, und es ist nichts besonderes mehr für dich. Aber mindestens einmal im Monat zieht´s mich doch ins Zentrum, und wo findet man mich da? Natürlich schlendre ich durch einen der vielen Esslinger Märkte, nage an einer Zwiebel und ärgere mich über die Preise.

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