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DAS GESPENST VOM HASEL-WALD
#1
Ein kleiner Fratz stieß irgendwann
sich auf das linke Knie,
das Mädchen fing zu schreien an,
so laut war es sonst nie:


„Es hat mich ein Gespenst erwischt,
helft mir in meiner Not,
ihr müsst mir glauben, es tut weh,
bald bin bestimmt ich tot!“


Na gut, von uns hat jeder wohl
ein Schnittlein überlebt,
das wär kein Grund zu glauben, dass man
uns deshalb begräbt.


Doch nach drei Tagen starb sie hier,
die Eltern weinten sehr,
im Dorf, da herrschte Trauer,
doch ganz plötzlich ging´s um mehr.


Ein weit´res Kind das Knie sich stieß
und wurde dran verletzt.
„Das war´s Gespenst vom Hasel-Wald“,
es meinte bloß entsetzt.


Der Hasel-Wald am Dorfrand liegt
dort trägt sich vieles zu,
warum soll dort auch nicht ein Schnitt
vom Geist gescheh´n im Nu?


Die Bürgerwehr schwärmt eifrig aus
und untersucht den Tann
und mancher von den Männern weist
ein blut´ges Knie auf dann!


Wenn was geschieht, so bilden sich
Legenden schon recht bald,
heut sieht man alle hier vom Dorf
mit Knieschützern im Wald.


Seitdem ward wirklich keiner mehr
per Schnitt im Wald verletzt
doch von dem üblen Schreckgespinst
zeigt man sich noch entsetzt.
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