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DER ROLLATOR
#1
Man hat die Gattin operiert
vor kurzem erst im Krankenhaus,
ein neues Knie ihr implantiert,
dann ließ man hinkend sie dort raus.

Deshalb sie schleppte irgendwann
(man kriegt 's bezahlt, wenn man ist krank),
hier so einen Rollator an,
mit Einkaufskorb und Ruhebank.

Wenn wir jetzt schleichen um den Block,
sie mit dem edlen Roll-Gefährt,
ich mit dem Nordic-Walking-Stock,
wir wirken hilflos und versehrt,

und jeder macht geduldig Platz,
schiebt sie den Wagen im Verkehr,
ich folg ' dem invaliden Schatz,
im Windschatten gleich hinterher.

Im Einkaufskorb gern finden sich
ein Saft oder ein Gänsewein,
ein Wurstbrot und ein Bienenstich,
selbst Hund und Enkel passen rein.

Und ist die Frau zum Schwatz bereit,
spricht länger mit der Nachbarin,
setz ich mich mit dem Hintern breit
auf das Rollator-Bänkchen hin.

Wenn du die Gehhilfe bist leid,
klapp ' sie zusammen, mach ' sie klein,
das Auto steht ja noch bereit,
schmeiß in den Kofferraum sie rein.

Als der Rollator kam hier an,
da sah ich darin keinen Sinn,
jetzt hab ich mich gewöhnt daran
und möchte nicht mehr missen ihn.
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